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Nachruf Rainer Langbein


Anfang Mai verstarb unser ehemaliger Spieler, Trainer und langjähriges Mitglied Rainer Langbein im Alter von 71 Jahren nach langer und schwerer Krankheit im Kreise seiner Familie.

Rainer übernahm unsere Herrenmannschaft nach dem Abstieg in die 2. Kreisklasse zu Beginn der Saison 1988/89. Ihm gelang der sofortige wieder Aufstieg in die 1. Kreisklasse 1989/1990. Die folgende Spielzeit wird für unseren Verein für immer unvergessen bleiben, mit Rainer an der Spitze schaffte es die Mannschaft um Spielführer Karl-Heinz Büchner, Detlef Rink, Detlef Ulrich, Ulrich “Leo“ Stegner in die Bezirksklasse aufzusteigen. Das Abenteuer Bezirksklasse endete nach nur einer Spielzeit. Rainer Langbein hatte sich inzwischen für höhere Aufgaben empfohlen und so führte ihn sein Weg als Trainer zum 1. Sonneberger SC. Das sollte aber nicht das Ende seiner Trainerlaufbahn für unsere Farben sein, 2008-2010 stand er wieder für uns an der Seitenlinie. 2016 gab er erneut sein Comeback, dieses musste er allerdings aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig beenden.

Wir werden Rainer Langbein für immer in bester Erinnerung behalten, er schaffte es durch sein Engagement, seine akribische Arbeitsweise und seine herzliche Art die Mannschaft und ihrer Fans zu begeistern. 

 

SV Blau – Weiß Heubisch

 


16. Mai 2021,  18:28,  Marcel  —  18:38, 

UPDATE – „FAIR IST MEHR“ – PREIS SEPTEMBER/OKTOBER….


„Ich habe den Ball an der Fünfmeterlinie im Strafraum bekommen und volley auf das Tor geschossen. Dabei traf ich den Torhüter aus kurzer Entfernung direkt im Gesicht. Das Leder prallte zu mir zurück. Ich konnte ihn annehmen, sah jedoch, dass der Keeper umgefallen ist. Deshalb habe ich den Ball, statt ins freie Tor, mit dem Außenrist ins Aus geschossen.“

So schildert Erik Holland die Situation, die sich am 27.09.20 in der 75. Minute beim Kreisligapunktspiel im Fußballkreis Südthüringen in der Begegnung SV Blau-Weiß Heubisch gegen den FC Blau-Weiß Schalkau zugetragen hat. Das wäre das 4:0 für den Gastgeber, der vor der Corona-Zwangspause mit 17 Punkten und 28:17 Toren nur zwei Zählern hinter dem Kreisligaspitzenreiter platziert ist, gewesen und hätte sicher die Entscheidung bedeutet. Doch so wurde es noch einmal „eng“, denn die Schalkauer schafften mit zwei Toren den Anschluss. Am Ende verließen die Hausherren den Platz als 3:2-Gewinner.

Er habe in dem Moment gar nicht darüber nachgedacht, wie es stehe, sagt uns Holland auf die Frage, warum er so gehandelt habe. Wichtig sei gewesen, dass man dem Torhüter schnell habe helfen können, erklärt der Sieger der LOTTO „Fair ist mehr – Aktion“ September/ Oktober 2020 im TFV.

Erik Holland und Marcel Büchner

Denn das ist Erik Holland geworden. Zwar konnte die Auszeichnung wegen den mit Covid-19 verbundenen Einschränkungen nicht durch ein Vorstandsmitglied des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) übergeben werden, aber der überraschte Erik Hollands hat sich auch so über die Ehrung durch Marcel Büchner, Vorstand beim SV Blau-Weiß Heubisch, gefreut. Das Überraschungspaket, das der Geehrte erhielt, enthielt neben der Urkunde, die auch in Form einer Tafel überreicht wurden, ein Gutschein für den DFB-Fanshop, ein Fußball, eine Trinkflasche und DFB-Kleidung: Zudem bekommt der Verein des fairen Akteurs 100 Euro.

Der 22-jährige Holland, der aktuell in Coburg Bauingenieurswesen studiert und im Frühjahr mit dem Bachelor abschließen wird, spielt seit „ewigen Zeiten“ beim SV Blau-Weiß Heubisch. Aber er tut auch etwas im Ehrenamt, denn zurzeit ist er Trainer der G-Junioren in der Nachwuchs-Spielgemeinschaft SG BW Heubisch/Isolator Neuhaus.

Das faire Verhalten des Heubischer Mittelfeldspielers, so sagte uns Erik selbst, sei auch durch seinen damaligen Jugendtrainer Holmer Schmidt geprägt worden. Der sei mehr als zehn Jahre lang sein Übungsleiter gewesen und habe auch zahlreiche Spieler entwickelt, die jetzt in der 1. Mannschaft spielten.

Voraussichtlich im März 2021 wird Erik Holland sein Studium in Coburg beenden. Ob er hinterher gleich den Masterabschluss anstreben wird, hat er jedoch noch nicht entschieden. Dass er jedoch weiter Fußball spielt und auch als Trainer tätig sein wird, steht allerdings außer Frage. Text:Hartmut Gerlach